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3.2.2 Der Einfluss von Rauschen auf die Populationsdynamik

Es ist unrealistisch anzunehmen, dass bei einer so großen Anzahl von Interaktionen zwischen den Spielern, wie sie bei der populationsdynamischen Simulation angenommen wird, nicht gelegentlich auch Fehlleistungen und Missverständnise auftreten sollten. Um diesen Aspekt zu simulieren wird ein Rauschparameter in die Simulation eingefügt. Dabei werden mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit die Züge der Spieler ins Gegenteil verkehrt, d.h. einem Spieler, der kooperativ spielen wollte, wird eine Defektion untergeschoben und umgekehrt. Alles kommt nun darauf an, ob die Strategien in der Lage sind solche Fehler wieder auszugleichen.

Figure: Populationsdynamische Simulation mit Rauschen (1%).
Image SimA2

Bei einem 1%-igen Rauschen (Abbildung 2) können sich nur GraciousTFT und Pawlow längerfristig erfolgreich behaupten können. Beide Strategien verfügen über Mechanismen (siehe dazu die Beschreibungen der Strategien weiter oben), die ihnen eine gewisse Fehlertoleranz verleihen. Das Ergebnis bestätigt auch die eben ausgesprochene Vermutung über die Anpassungsfähigkeit von Pawlow. Zu Erwähnen ist allerdings, dass bei einer Erhöung des Rauschparameters auf 5% der Vorteil für Pawlow verschwindet, so dass diese Strategie kaum besser abschneidet als die anderen Strategien mit Ausnahme von GraciousTFT.


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Eckhart Arnold 2004-07-01