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Philosophische Aufsätze und Vorträge


Politische Philosophie

  1. Vorlesung: Grundlagen des Entscheidens I
    (Beschreibung; Text: pdfVeraltete Fassung: pdf)

    Diese Vorlesung zur Einführung in die formale Entscheidungstheorie habe ich in den Sommersemstern 2008 und 2009 im "Philosophy & Economics"-Studiengang an der Universität Bayreuth gehalten. Sie folgt zum großen Teil dem Buch von Michael D. Resnik: Choices. An Introduction to Decision Theory, 5th ed. Minneapolis London 2000. Folgende Themen werden behandelt:
    • Entscheidungen unter Unwissen und Risiko
    • Wahrscheinlichkeitsrechnung (Kolmogoroff-Axiome, Bayes'scher Lehrsatz)
    • Philosophische Deutungen der Wahrscheinlichkeit (R. v. Mises, Ramsey-De Finetti)
    • Neuman-Morgensternsche Nutzentheorie
    • Einführende Spieltheorie
    • Sozialwahltheorie (Sens "Paradox des Liberalismus", Satz von Arrow)

    Vorlesungsskript: Bayreuth 2009, 260 Seiten.
  2. Religiöses Bewusstsein und Politische Ordnung - Eine Kritik von Eric Voegelins Bewusstseinsphilosophie
    Ursprünglich als Magisterarbeit: "Eric Voegelins Bewusstseinsphilosophie als Grundlage politischer Ordnung"
    (Beschreibung; Inhaltsverzeichnis, Bestellen; Text der Magisterarbeit: online, pdf)

    Image: Voegelin book Eric Voegelin glaubte, dass eine moralisch akzeptable und langfristig erfolgreiche (und das hieß für den Emigranten Voegelin vor allem: totalitarismusresistente) politische Ordnung nur auf Grundlage einer gesunden Religiosität der Bürger und insbesondere des politischen Führungspersonals errichtet werden kann. Was eine gesunde Religiosität ausmacht, versuchte Eric Voegelin sowohl geistesgeschichtlich als auch mit Hilfe einer Bewusstseinsphilosophie zu bestimmen. In diesem Buch unterziehe ich Voegelins Bewusstseinsphilsophie und seine politischen Ordnungsvorstellungen einer eingehenden Kritik.

    erschienen im: GRIN Verlag München und Ravensburg 2007.
    Ursprüngliche Fassung (Magisterarbeit): Bonn 2000.
  3. Eric Voegelin (als Schüler Hans Kelsens)
    (Beschreibung)

    In den frühen 1920er Jahren studierte Eric Voegelin bei Hans Kelsen. Auch wenn er sich zu keiner Zeit der Theorie seines Lehrers anschloss, schrieb Voegelin in den zwanziger und frühen dreißiger Jahren eine ganze Reihe von intelligenten und im Ganzen wohlwollenden Aufsätzen über die "Reine Rechtslehre". Mit der Zunahme des Faschismus in Europa driftete jedoch auch Eric Voegelin ins rechte Lager ab, was in scharfen Gegensatz zu der liberalen politischen Philosophie seines früheren Lehrers brachte. Dieser Beitrag zeichnet Voegelins sich wandelnde intellektuelle Beziehung zu Hans Kelsen nach und untersucht Voegelins Kritik von Kelsens "Reiner Rechtslehre".

    erschienen in: Robert Walter, Clemens Jabloner, Klaus Zeleny (Hrsg.): Der Kreis um Hans Kelsen. Die Anfangsjahre der Reinen Rechtslehre, Manzsche Verlags- und Universitätsbuchhandlung Wien 2007, S. 513-552.
  4. Eine unvollendete Aufgabe: Die politische Philosophie von Kants Friedensschrift
    (Beschreibung; Präsentation: online, pdf; Text: online, pdf)

    In diesem Vortrag wird Kants Friedensschrift als eine realistische Utopie gedeutet. Eine Utopie ist Kants Friedensschrift auch heute noch in dem Sinne, dass der darin beschriebene dauerhafte Weltfrieden vom gegenwärtigen Zustand der Weltpolitik noch denkbar weit entfernt ist. Aber Kant versucht auch zu zeigen, dass dieser Zustand unter realistischen Bedingungen möglich ist. Der Vortrag widmet sich daher der Frage, ob Kants grundlegende Voraussetzungen - wie z.B. die Annahme, dass Demokratien im Allgemeinen nicht aggressiv sind - im Lichte der politischen Erfahrungen der zwei Jahrhunderte, die seit der Veröffentlichung der Friedensschrift verstrichen sind, immer noch als zutreffend angesehen werden können, und wie der Verwirklichung von Kants Utopie in der heutigen Situation am besten zugearbeitet werden kann.

    erschienen in: Nebil Reyhani (Hrsg.): Immanuel Kant. Essays Presented at the Muğla University International Kant Symposium, Vadi Yayınları Verlag, Ankara 2006, S. 496-512.
  5. Hans Kelsen: A New Science of Politics? Hans Kelsens Reply to Eric Voegelin's "New Science of Politics"
    (Beschreibung; Inhaltsverzeichnis, Bestellen)

    Image: Kelsen, Una nueva ciencia Image: Kelsen, A New Science of Politics Hans Kelsens eingehende Kritik von Eric Voegelins "Neuer Wissenschaft der Politik" ist - meiner Ansicht nach - der beste Voegelin-Kommentar, der bisher geschrieben worden ist. Deshalb habe ich sie als Buch herausgegeben.

    Englische Ausgabe (mit deutschem Nachwort): Hans Kelsen: A New Science of Politics. Hans Kelsen's Reply to Eric Voegelin's "New Science of Politics". A Contribution to the Critique of Ideology, ed. by Eckhart Arnold, ontos Verlag Heusenstamm 2004.

    Spanische Ausgabe: Hans Kelsen: ¿Una nueva ciencia de la política? Réplica a Eric Voegelin, Editado por Eckhart Arnold, Traducio por Isolda Rodríguez Villega y Jaquín Etorena, katz Editores Buenos Aires 2006.
  6. Hans Kelsens Replik auf Eric Voegelins "Neue Wissenschaft der Politik" - Ein Beitrag zur Diskussion über Politische Theologie
    (Beschreibung; Text: online, pdf)

    Hans Kelsen hat bereits unmittelbar nach dem Erscheinen von Voegelins "Neuer Wissenschaft der Politik" eine ausführliche kritische Replik auf dieses Werk verfasst, die er damals unveröffentlicht gelassen hat, so dass sie erst fünfzig Jahre später erschienen ist. In diesem Vortrag stelle ich den Thesen Voegelins die Kritik von Hans Kelsen gegenüber und untersuche die Frage, welche Konsequenzen aus der Kritik Kelsens für die Beurteilung einer Politischen Theologie Voegelinscher Couleur gezogen werden sollten.

    Vortrag: Düsseldorf 2004.
  7. Hauptvertreter des Föderalismusgedankens in der Neuzeit
    (Beschreibung; Text: online, pdf)

    In dieser Seminararbeit werden einige Stationen der Geistesgeschichte des bundesdeutschen Förderalismus beleuchtet. Wer schon immer wissen wollte, was Althusius in Emden zu suchen hatte, obwohl er kein Ostfriese war, oder wie Constantin Frantz über Europa und das Bismarckreich dachte, der kann hier fündig werden.

    Seminararbeit: Bonn 1997.
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Theoretische Philosophie

  1. Tools or Toys? On Specific Challenges for Modeling and the Epistemology of Models and Computer Simulations in the Social Sciences
    (Abstract; Präsentation (englisch): pdf)

    Der Einsatz von Computersimulationen begegnet in den Sozialwissenschaft im Vergleich zu den Naturwissenschaften spezifischen Herausforderungen wie etwa der Abwesenheit wohlbestätigter Hintergrundtheorien, des Pluralismus von Paradigmen und Stilformen, der Unmöglichkeit genauer Messungen. Diese Herausforderungen werden diskutiert und ihrer erkenntnistheoretischen Konsequenzen herausgestellt. Die wichtigsten davon sind, dass größeres Gewicht auf die empirische Validierung als auf die theoretische Validierung zu legen ist, und dass die Relevanz rein theoretischer Simulationen stark eingeschränkt bleibt.

    Vortrag gehalten auf der Models and Simulations 4 Conference in Toronto, May 2010.
  2. Can the Best-Alternative-Justification solve Hume's Problem? (On the Limits of a Promising Approach)
    (Beschreibung; Text (englisch, Vordruck): pdfVeraltete Fassung: pdf)

    Hierbei handelt es sich um einen Kommentar zu einem von Gerhard Schurz in der Philosophy of Science (2008, p. 278-305) veröffentlichten Artikel, in welchem er "meta-induktivistische" Vorhersage-Strategien als einen neuen Ansatz für das "Hume'sche Problem" vorschlägt. In meinem Kommentar untersuche ich die Möglichkeiten dieses Ansatzes. Trotz einiger interessanter und nicht-trivialer Resultate liefern die Meta-Induktivisten bisher noch keine vollständige Lösung für das Hume'sche Problem. Zugleich kann bewiesen werden, dass der meta-induktivistische Ansatz nicht mehr funktioniert, wenn die Meta-Induktivisten einer unendlichen Anzahl von alternativen Vorhersage-Strategien gegenüber stehen. Angesichts dieser Beschränkung erscheint es zweifelhaft, ob der meta-induktivistische Ansatz jemals so weit voran getrieben werden kann, dass damit eine Lösung des Hume'schen Problems denkbar wird.

    (eingereicht beim Philosophy of Science Journal)
  3. Neuheit in evolutionären Algorithmen
    (Beschreibung; Beispielprogramm)

    Dieser Beitrag liefert eine kurze Einleitung in die Arbeitsweise evolutionärer Algorithmen und erörtert, in wie weit man von evolutionären Algorithmen sagen kann, dass sie echte "Neuheit" hervorbringen können. Die Grenzen evolutionärer Algorithmen, die durch das "No Free Lunch"-Theorem gezogen sind, werden ebenfalls berührt, und es werden einige mögliche Schlussfolgerungen bezüglich philosophischer Anwendungsgebiete wie etwa dem Induktionsproblem gezogen.

    erschienen in: Birger P. Priddat / Peter Seele (Hrsg.): Das Neue in Ökonomie und Management. Grundlagen, Methoden, Beispiele, Gabler Verlag Wiesbaden 2008.
  4. The Dark Side of the Force. When Computer Simulations lead us astry and "model think" narrows our imagination
    (Beschreibung; Präsentation (englisch): online, pdf; Text (englisch, Entwurf): online, pdf)

    Dieser Aufsatz ist eine kritische Untersuchung der Frage, wann der Einsatz von Computersimulationen für wissenschaftliche Erklärungen nützlich ist. Dieses Ziel wird in zwei Schritten verfolgt. Zunächst versuche ich klare Kriterien aufzustellen, die eine Computersimulation erfüllen muss, um Erklärungscharakter beanspruchen zu können. Im zweiten Schritt untersuche ich einige Simulationen vom Axelrodtyp, wie Schüßlers "Kooperation auf anonymen Märkten" und Skyrms "Evolution des Gesellschaftsvertrags", die diese Kriterien nicht erfüllen, und zeige wie dies zum Scheitern führt, und dass konventionelle Erklärungsalternativen in diesen Fällen dem simulationsgestützten Ansatz immer noch weit überlegen sind.

    Vortrag auf der "Models and Simulations" Konferenz, Paris 2006.
  5. Kann die evolutionäre Spieltheorie die Entstehung von Kooperation erklären? (Studie über die schwächen eines formalen Ansatzes)
    (Beschreibung; Präsentation: online, pdf; Text (Entwurf): online, pdf)

    Dies ist ein (noch in Arbeit befindlicher) Aufsatz über den Einsatz von Computermodellen in der evolutionären Spieltheorie. Computermodelle sind in den letzten 20 bis 30 Jahren vielfach eingesetzt worden, um solche Phänomene wie Koperation und reziproken Altruismus zu erklären. Der wissenschaftliche Wert dieser Modelle bleibt allerdings umstritten. In diesem Aufsatz versuche ich anhand einiger prominenter Fallbeispiele zu zeigen, dass diese Modelle oft in der Tat empirisch unpräzise und theoretisch oberflächlich sind. Weiterhin versuche ich die Fragen zu beantworten, warum derartige Modelle häufig scheitern und welche Kriterien ein Modell erfüllen muss, um überhaupt von irgendeinem explanatorischen Wert zu sein.

    Arbeitspapier, Düsseldorf 2005.
  6. Mehr als nur Analogien? Zur Beziehung von biologischer und kultureller Evolution
    (Beschreibung; Text: online, pdf)

    Dieser Artikel ist ein Kommentar zu einem anderen Artikel von Burkhard Stephan in der Zeitschrift "Erwägen Wissen Ethik" (16/2005 Heft 03). Es wird die Frage erörtert, inwieweit es Analogien zwischen der biologischen Evolution und gesellschaftlichen Entwicklungen geben könnte. Im Einzelnen werden diskutiert: 1. Analogien zur biologischen Evolution auf der kulturellen Ebene. 2. Analogien zur kulturellen Evolution auf der biologischen Ebene. 3. Faktoren in der biologischen Evolution des Menschen, die unmittelbar auf die kulturelle Ebene durchgreifen. 4. Ethische Fragestellungen, die sich an die vorhergehenden drei Punkte knüpfen.

    erschienen in: Erwägen Wissen Ethik, year 2005 (16) issue 3, p. 372-374.
  7. Der Einsatz evolutionärer Computermodelle bei der Untersuchung historischer und politischer Fragestellungen
    (Beschreibung; Text: online, pdf)

    Dieser Aufsatz enthält einige Überlegungen zu der Frage, inwiefern sich evolutionstheoretische Modelle auf die Sozialwissenschaften übertragen lassen. Untersucht wird vor allem Axelrods Theorie der "Evolution der Kooperation". Daneben werden aber auch beispielhaft einige Themen und Ansätze vorgestellt, bei denen sich evolutionäre Erklärungen als besonders fruchtbar erweisen könnten.

    Arbeitspapier, Erfurt 2002.
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Praktische Philosophie

  1. Explaining Altruism. A Simulation-Based Approach and its Limits
    (Beschreibung; Inhaltsverzeichnis, Bestellen)

    book cover: Explaing Altruism Der Einsatz von Computersimulationen zur Untersuchung der Evolution von Altruismus ist spätestens seit Axelrods "Evolution der Kooperation" sehr populär. Aber haben die Unmengen von Simulationsstudien, die in Axelrods Spuren folgten, tatsächlich unser Wissen über die Evolution von Altruismus oder Kooperation erweitert? In diesem Buch wird im Details untersucht, wie simulationsbasierte evolutionäre Erklärungen von Altruismus funktionieren. Es zeigt sich, dass die Art von "theoretischen Erklärungen", die aus Simulationsstudien abgeleitet werden können, oftmals recht beliebig und von geringem Nutzen für die empirische Forschung sind. Im Schlusskapitel des Buches wird daher ein Katalog von Mindestanforderungen für Computersimulationen vorgeschlagen und es werden Empfehlungen für das Forschungsdesign von Simulationsstudien gegeben.

    Doktorarbeit, erschienen in englischer Sprache im: ontos Verlag Heusenstamm 2008, 310 Seiten.
  2. Moral Judgments of Foreign Cultures and Bygone Epochs. A Two-Tier Approach
    (Beschreibung; Präsentation (englisch): online, pdf)

    In diesem Aufsatz wird das ethische Problem erörtert, wie moralische Urteile über fremde Kulturen und vergangene Epochen gerechtfertigt werden können. Nach Ausschluss der Extreme des moralischen Absolutismus (uneingeschränkte Beurteilung nach den Maßstäben der eigenen Moral) und des moralischen Relativismus (Beurteilung ausschließlich nach den Maßstäben der beurteilten Kultur oder Epoche) wird die folgende Lösung angestrebt: Es muss eine Unterscheidung getroffen werden zwischen der Beurteilung der Normen und der Insitutionen, die an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit in Kraft sind, und der Beurteilung der Menschen, die innerhalb der gesellschaftlichen Institutionen ihrer Zeit und Kultur handeln. Während die ersteren rigoros beurteilt werden dürfen, nur mit der Einschränkungen, die sich aus den objektiven Möglichkeiten für andere Institutionen in einem bestimmten Entwicklungsstadium ergeben, sollten die letzteren stets vor dem Hintergrund der "`common sense"'-Moral der jeweiligen Zeit und Kultur beurteilt werden.

    erschienen in englischer Sprache in: Christian Kanzian / Edmund Runggaldier (Hrsg.): Cultures. Conflict - Analysis - Dialogue. Proceedings of the 29. International Wittgenstein Symposium, Kirchberg am Wechsel, Austria 2006, ontos Verlag Heusenstamm 2006, S. 343-352.
  3. Die Humanismuskritik Arnold Gehlens in seinem Spätwerk "Moral und Hypermoral"
    (Beschreibung; Text: online, pdf)

    Bekannt ist Arnold Gehlen vor allem als ein bedeutender Wegbereiter der philosophischen Anthropologie in diesem Jahrhundert. Ebenfalls bekannt ist, dass Arnold Gehlen im Dritten Reich ein Anhänger der Nazis war. Eine entschieden autoritäre Grundeinstellung hat er auch später noch beibehalten. Dies wird besonders deutlich in Gehlens letztem größeren Werk "Moral und Hypermoral", mit dem er auf die gesellschaftlichen Entwicklungen in der Bundesrepublik Ende der 60er Jahre reagiert. Einer angeblich durch eine Überdehnung des Familienethos verweichlichten politischen Moral setzt Gehlen dabei die "Staatstugenden" der Ehre, Vaterlandsliebe und einer das, was man landläufig "Realpolitik" nennt, durchaus noch überbietenden außenpolitischen Rücksichtslosigkeit entgegen. In diesem Aufsatz versuche ich Gehlens moralphilosophische Argumentation nachzuvollziehen und ihre logischen Schwächen aufzuzeigen. Dabei stelle ich Gehlens "pluralistischer Ethik" eine "hierarchische Ethik" entgegen, die zwischen Primär- und Sekundärtugenden unterscheidet und die ersteren den letzteren überordnet.

    Seminararbeit: Bonn 1998.
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Metaphysik

  1. Aufklärungskritik als metaphysische Denunziation. Über den Begriff der Aufklärung bei Horkeimer und Adorno
    (Beschreibung; Text: online, pdf)

    In der "Dialektik der Aufklärung" (1947) versuchen Theodor W. Adorno und Max Horkheimer zu ergründen, "warum die Menschheit anstatt in einen wahrhaft menschlichen Zustand einzutreten, in eine neue Art von Barbarei versinkt." Ihrer Ansicht nach ist dies eine Folge des Aufklärungsprozesses, denn "Aufklärung ist totalitär" (wenn sie nicht dialektisch gedacht wird) und "schlägt in Mythologie zurück". In dieser Arbeit wird gezeigt, dass die moderne Barbarei, d.i. der Totalitarismus keinesfalls eine Folge eines undialektischen Aufklärungsprozesses ist, und dass Adorno und Horkheimer in ihrem 200-seitigen Buch auch kein einziges stichhaltiges Argument dafür anführen können. Als Gesellschaftskritik kann man das Werk daher nicht ernstnehmen, eher schon als Ausdruck eines metaphysischen Pessimismus.

    Seminararbeit: Düsseldorf 2005.
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