Philosophische Aufsätze und Vorträge
Politische Philosophie
Vorlesung: Grundlagen des Entscheidens I
(Beschreibung; Text:
pdf; Veraltete Fassung:
pdf)
Religiöses Bewusstsein und Politische Ordnung -
Eine Kritik von Eric Voegelins Bewusstseinsphilosophie
Ursprünglich als Magisterarbeit: "Eric Voegelins Bewusstseinsphilosophie als Grundlage politischer Ordnung"
(Beschreibung;
Inhaltsverzeichnis,
Bestellen;
Text der Magisterarbeit:
online,
pdf)
Eric Voegelin (als Schüler Hans Kelsens)
(Beschreibung)
In den frühen 1920er Jahren studierte Eric Voegelin bei Hans Kelsen. Auch wenn er sich zu keiner Zeit der
Theorie seines Lehrers anschloss, schrieb Voegelin in den zwanziger und frühen dreißiger Jahren eine ganze
Reihe von intelligenten und im Ganzen wohlwollenden Aufsätzen über die "Reine Rechtslehre". Mit der Zunahme
des Faschismus in Europa driftete jedoch auch Eric Voegelin ins rechte Lager ab, was in scharfen Gegensatz zu der
liberalen politischen Philosophie seines früheren Lehrers brachte. Dieser Beitrag zeichnet Voegelins sich wandelnde
intellektuelle Beziehung zu Hans Kelsen nach und untersucht Voegelins Kritik von Kelsens "Reiner Rechtslehre".
erschienen in: Robert Walter, Clemens Jabloner, Klaus Zeleny (Hrsg.):
Der Kreis um Hans Kelsen. Die Anfangsjahre der Reinen Rechtslehre, Manzsche Verlags- und
Universitätsbuchhandlung Wien 2007, S. 513-552.
Eine unvollendete Aufgabe: Die politische Philosophie von Kants Friedensschrift
(Beschreibung; Präsentation:
online,
pdf; Text:
online,
pdf)
In diesem Vortrag wird Kants Friedensschrift als eine
realistische Utopie gedeutet. Eine Utopie ist Kants
Friedensschrift auch heute noch in dem Sinne, dass der darin
beschriebene dauerhafte Weltfrieden vom gegenwärtigen Zustand der
Weltpolitik noch denkbar weit entfernt ist. Aber Kant versucht auch
zu zeigen, dass dieser Zustand unter realistischen Bedingungen
möglich ist. Der Vortrag widmet sich daher der Frage, ob Kants
grundlegende Voraussetzungen - wie z.B. die Annahme, dass
Demokratien im Allgemeinen nicht aggressiv sind - im Lichte der
politischen Erfahrungen der zwei Jahrhunderte, die seit der
Veröffentlichung der Friedensschrift verstrichen sind, immer noch
als zutreffend angesehen werden können, und wie der Verwirklichung
von Kants Utopie in der heutigen Situation am besten zugearbeitet werden kann.
erschienen in: Nebil Reyhani (Hrsg.): Immanuel Kant. Essays Presented
at the Muğla University International Kant Symposium, Vadi Yayınları
Verlag, Ankara 2006, S. 496-512.
Hans Kelsen: A New Science of Politics?
Hans Kelsens Reply to Eric Voegelin's "New Science of Politics"
(Beschreibung;
Inhaltsverzeichnis,
Bestellen)
Hans Kelsens Replik auf Eric Voegelins "Neue Wissenschaft der Politik" -
Ein Beitrag zur Diskussion über Politische Theologie
(Beschreibung; Text:
online,
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Hans Kelsen hat bereits unmittelbar nach dem Erscheinen von
Voegelins "Neuer Wissenschaft der Politik" eine ausführliche
kritische Replik auf dieses Werk verfasst, die er damals
unveröffentlicht gelassen hat, so dass sie erst fünfzig
Jahre später erschienen ist. In diesem Vortrag stelle ich
den Thesen Voegelins die Kritik von Hans Kelsen gegenüber
und untersuche die Frage, welche Konsequenzen aus der Kritik Kelsens
für die Beurteilung einer Politischen Theologie Voegelinscher
Couleur gezogen werden sollten.
Vortrag: Düsseldorf 2004.
Hauptvertreter des Föderalismusgedankens in der Neuzeit
(Beschreibung; Text:
online,
pdf)
In dieser Seminararbeit werden einige Stationen der
Geistesgeschichte des bundesdeutschen Förderalismus beleuchtet.
Wer schon immer wissen wollte,
was Althusius in Emden zu suchen hatte, obwohl er kein Ostfriese war, oder
wie Constantin Frantz über Europa und das Bismarckreich dachte, der
kann hier fündig werden.
Seminararbeit: Bonn 1997.
Theoretische Philosophie
Tools or Toys? On Specific Challenges for Modeling and
the Epistemology of Models and Computer Simulations in the Social Sciences
(Abstract;
Präsentation (englisch):
pdf)
Der Einsatz von Computersimulationen begegnet in den Sozialwissenschaft im Vergleich zu den Naturwissenschaften spezifischen Herausforderungen wie etwa der Abwesenheit wohlbestätigter Hintergrundtheorien, des Pluralismus von Paradigmen und Stilformen, der Unmöglichkeit genauer Messungen. Diese Herausforderungen werden diskutiert und ihrer erkenntnistheoretischen Konsequenzen herausgestellt. Die wichtigsten davon sind, dass größeres Gewicht auf die empirische Validierung als auf die theoretische Validierung zu legen ist, und dass die Relevanz rein theoretischer Simulationen stark eingeschränkt bleibt.
Vortrag gehalten auf der Models and Simulations 4 Conference in Toronto, May 2010.
Can the Best-Alternative-Justification solve Hume's Problem?
(On the Limits of a Promising Approach)
(Beschreibung;
Text (englisch, Vordruck):
pdf; Veraltete Fassung:
pdf)
Hierbei handelt es sich um einen Kommentar zu einem von Gerhard Schurz
in der Philosophy of Science (2008, p. 278-305)
veröffentlichten Artikel, in welchem er "meta-induktivistische" Vorhersage-Strategien
als einen neuen Ansatz für das "Hume'sche Problem" vorschlägt. In meinem Kommentar
untersuche ich die Möglichkeiten dieses Ansatzes. Trotz einiger interessanter und nicht-trivialer
Resultate liefern die Meta-Induktivisten bisher noch keine vollständige Lösung für das
Hume'sche Problem. Zugleich kann bewiesen werden, dass der meta-induktivistische Ansatz nicht
mehr funktioniert, wenn die Meta-Induktivisten einer unendlichen Anzahl von alternativen
Vorhersage-Strategien gegenüber stehen. Angesichts dieser Beschränkung erscheint es zweifelhaft, ob
der meta-induktivistische Ansatz jemals so weit voran getrieben werden kann, dass damit
eine Lösung des Hume'schen Problems denkbar wird.
(eingereicht beim Philosophy of Science Journal)
Neuheit in evolutionären Algorithmen
(Beschreibung; Beispielprogramm)
Dieser Beitrag liefert eine kurze Einleitung in die Arbeitsweise evolutionärer
Algorithmen und erörtert, in wie weit man von evolutionären Algorithmen sagen
kann, dass sie echte "Neuheit" hervorbringen können. Die Grenzen evolutionärer
Algorithmen, die durch das "No Free Lunch"-Theorem gezogen sind, werden ebenfalls berührt,
und es werden einige mögliche Schlussfolgerungen bezüglich philosophischer
Anwendungsgebiete wie etwa dem Induktionsproblem gezogen.
erschienen in: Birger P. Priddat / Peter Seele (Hrsg.):
Das Neue in Ökonomie und Management. Grundlagen, Methoden, Beispiele,
Gabler Verlag Wiesbaden 2008.
The Dark Side of the Force. When Computer Simulations lead us astry
and "model think" narrows our imagination
(Beschreibung; Präsentation (englisch):
online,
pdf; Text (englisch, Entwurf):
online,
pdf)
Dieser Aufsatz ist eine kritische Untersuchung der Frage, wann
der Einsatz von Computersimulationen für wissenschaftliche
Erklärungen nützlich ist. Dieses Ziel wird in zwei
Schritten verfolgt. Zunächst versuche ich klare Kriterien
aufzustellen, die eine Computersimulation erfüllen muss, um
Erklärungscharakter beanspruchen zu können.
Im zweiten Schritt untersuche ich einige Simulationen vom
Axelrodtyp, wie Schüßlers "Kooperation auf anonymen
Märkten" und Skyrms "Evolution des Gesellschaftsvertrags",
die diese Kriterien nicht erfüllen, und zeige wie dies zum
Scheitern führt, und dass konventionelle
Erklärungsalternativen in diesen Fällen dem
simulationsgestützten Ansatz immer noch weit überlegen
sind.
Vortrag auf der "Models and Simulations" Konferenz, Paris 2006.
Kann die evolutionäre Spieltheorie die Entstehung von Kooperation erklären?
(Studie über die schwächen eines formalen Ansatzes)
(Beschreibung; Präsentation:
online,
pdf; Text (Entwurf):
online,
pdf)
Dies ist ein (noch in Arbeit befindlicher) Aufsatz über
den Einsatz von Computermodellen in der evolutionären Spieltheorie.
Computermodelle sind in den letzten 20 bis 30 Jahren vielfach eingesetzt
worden, um solche Phänomene wie Koperation und reziproken Altruismus
zu erklären. Der wissenschaftliche Wert dieser Modelle bleibt
allerdings umstritten. In diesem Aufsatz versuche ich anhand
einiger prominenter Fallbeispiele zu zeigen, dass diese Modelle oft
in der Tat empirisch unpräzise und theoretisch oberflächlich
sind. Weiterhin versuche ich die Fragen zu beantworten, warum derartige
Modelle häufig scheitern und welche Kriterien ein Modell
erfüllen muss, um überhaupt von irgendeinem
explanatorischen Wert zu sein.
Arbeitspapier, Düsseldorf 2005.
Mehr als nur Analogien? Zur Beziehung von biologischer und
kultureller Evolution
(Beschreibung; Text:
online,
pdf)
Dieser Artikel ist ein Kommentar zu einem anderen Artikel von Burkhard
Stephan in der Zeitschrift "Erwägen Wissen Ethik" (16/2005 Heft 03). Es wird
die Frage erörtert, inwieweit es Analogien zwischen der biologischen
Evolution und gesellschaftlichen Entwicklungen geben könnte. Im
Einzelnen werden diskutiert: 1. Analogien zur biologischen Evolution auf
der kulturellen Ebene. 2. Analogien zur kulturellen Evolution auf der
biologischen Ebene. 3. Faktoren in der biologischen Evolution des Menschen,
die unmittelbar auf die kulturelle Ebene durchgreifen. 4. Ethische
Fragestellungen, die sich an die vorhergehenden drei Punkte knüpfen.
erschienen in: Erwägen Wissen Ethik, year 2005 (16) issue 3, p. 372-374.
Der Einsatz evolutionärer Computermodelle bei der Untersuchung
historischer und politischer Fragestellungen
(Beschreibung; Text:
online,
pdf)
Dieser Aufsatz enthält einige Überlegungen zu der
Frage, inwiefern sich evolutionstheoretische Modelle auf die
Sozialwissenschaften übertragen lassen. Untersucht wird vor
allem Axelrods Theorie der "Evolution der Kooperation". Daneben
werden aber auch beispielhaft einige Themen und Ansätze
vorgestellt, bei denen sich evolutionäre Erklärungen
als besonders fruchtbar erweisen könnten.
Arbeitspapier, Erfurt 2002.
Praktische Philosophie
Explaining Altruism. A Simulation-Based Approach and its Limits
(Beschreibung;
Inhaltsverzeichnis,
Bestellen)
Moral Judgments of Foreign Cultures and Bygone Epochs. A Two-Tier Approach
(Beschreibung;
Präsentation (englisch):
online,
pdf)
In diesem Aufsatz wird das ethische Problem erörtert, wie moralische
Urteile über fremde Kulturen und vergangene Epochen gerechtfertigt
werden können. Nach Ausschluss der Extreme des moralischen Absolutismus
(uneingeschränkte Beurteilung nach den Maßstäben der eigenen
Moral) und des moralischen Relativismus (Beurteilung ausschließlich
nach den Maßstäben der beurteilten Kultur oder Epoche) wird die
folgende Lösung angestrebt: Es muss eine Unterscheidung getroffen
werden zwischen der Beurteilung der Normen und der Insitutionen, die an
einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit in Kraft sind, und der
Beurteilung der Menschen, die innerhalb der gesellschaftlichen
Institutionen ihrer Zeit und Kultur handeln. Während die ersteren
rigoros beurteilt werden dürfen, nur mit der Einschränkungen, die sich
aus den objektiven Möglichkeiten für andere Institutionen in
einem bestimmten Entwicklungsstadium ergeben,
sollten die letzteren stets vor dem Hintergrund der "`common sense"'-Moral
der jeweiligen Zeit und Kultur beurteilt werden.
erschienen in englischer Sprache in: Christian Kanzian / Edmund Runggaldier (Hrsg.): Cultures. Conflict - Analysis - Dialogue. Proceedings of the 29. International Wittgenstein Symposium, Kirchberg am Wechsel, Austria 2006, ontos Verlag Heusenstamm 2006, S. 343-352.
Die Humanismuskritik Arnold Gehlens
in seinem Spätwerk "Moral und Hypermoral"
(Beschreibung; Text:
online,
pdf)
Bekannt ist Arnold Gehlen vor allem als ein bedeutender Wegbereiter
der philosophischen Anthropologie in diesem Jahrhundert. Ebenfalls
bekannt ist, dass Arnold Gehlen im Dritten Reich ein Anhänger
der Nazis war. Eine entschieden autoritäre Grundeinstellung hat
er auch später noch beibehalten. Dies wird besonders deutlich in
Gehlens letztem größeren Werk "Moral und Hypermoral", mit
dem er auf die gesellschaftlichen Entwicklungen in der Bundesrepublik
Ende der 60er Jahre reagiert. Einer angeblich durch eine
Überdehnung des Familienethos verweichlichten politischen Moral
setzt Gehlen dabei die "Staatstugenden" der Ehre, Vaterlandsliebe und
einer das, was man landläufig "Realpolitik" nennt, durchaus noch
überbietenden außenpolitischen Rücksichtslosigkeit
entgegen. In diesem Aufsatz versuche ich Gehlens moralphilosophische
Argumentation nachzuvollziehen und ihre logischen Schwächen
aufzuzeigen. Dabei stelle ich Gehlens "pluralistischer Ethik" eine
"hierarchische Ethik" entgegen, die zwischen Primär- und
Sekundärtugenden unterscheidet und die ersteren den letzteren
überordnet.
Seminararbeit: Bonn 1998.
Metaphysik
Aufklärungskritik als metaphysische Denunziation.
Über den Begriff der Aufklärung bei Horkeimer
und Adorno
(Beschreibung; Text:
online,
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In der "Dialektik der Aufklärung" (1947) versuchen Theodor W. Adorno
und Max Horkheimer zu ergründen, "warum die Menschheit anstatt
in einen wahrhaft menschlichen Zustand einzutreten, in eine neue
Art von Barbarei versinkt." Ihrer Ansicht nach ist dies eine Folge des
Aufklärungsprozesses, denn "Aufklärung ist totalitär"
(wenn sie nicht dialektisch gedacht wird) und "schlägt in
Mythologie zurück". In dieser Arbeit wird gezeigt,
dass die moderne Barbarei, d.i. der Totalitarismus
keinesfalls eine Folge eines undialektischen Aufklärungsprozesses
ist, und dass Adorno und Horkheimer in ihrem 200-seitigen Buch auch
kein einziges stichhaltiges Argument dafür anführen
können. Als Gesellschaftskritik kann man das Werk daher nicht
ernstnehmen, eher schon als Ausdruck eines metaphysischen
Pessimismus.
Seminararbeit: Düsseldorf 2005.
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